Ein Adventskalender gehört in vielen Kindergartengruppen einfach zur Adventszeit dazu. Doch was steckt eigentlich hinter den 24 Türchen?
In der Kita sind das nicht unbedingt Schokolade oder kleine Geschenke. Ich kenne es aus meiner eigenen Arbeit als Erzieherin vor allem so: Die Kinder werden auf die Adventstage verteilt und dürfen in kleinen Gruppen besondere Aktionen erleben. Die einen backen Plätzchen, andere dürfen im Nebenraum mit der Carrera-Bahn spielen oder es wartet eine besondere Bastelaktion auf sie.
Eine schöne Idee – bis das Adventskalender-Tetris beginnt.
Denn plötzlich müssen Kinder auf die verfügbaren Adventstage verteilt, Kleingruppen zusammengestellt, Aktionen geplant, Räume organisiert und der Kita-Alltag irgendwie gleich mit eingeplant werden.
Und wir alle wissen, wie gut sich ein Dezember im Kindergarten planen lässt.
Aber muss ein Adventskalender im Kindergarten überhaupt so funktionieren?
Was wäre, wenn nicht jeden Tag einige ausgewählte Kinder an der Reihe wären, sondern einfach die ganze Gruppe? Wenn hinter dem Türchen keine aufwendig geplante Kleingruppenaktion wartet, sondern ein gemeinsames Erlebnis mit Musik und Bewegung?
Genau darum geht es in diesem Artikel: um eine bewegte Alternative zum klassischen Adventskalender in der Kita, bei der niemand darauf warten muss, endlich an der Reihe zu sein – und die sich viel unkomplizierter in den Kindergartenalltag integrieren lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Warum der Adventskalender im Kindergarten schnell zum Organisationstetris wird
- Ein Adventskalender für die ganze Gruppe statt für einzelne Kinder
- Warum Bewegung und Tanz so gut in den Advent passen
- Fazit: Tanzen statt Adventskalender-Tetris
- Du willst auch mit deiner Gruppe durch den Advent tanzen?
Warum der Adventskalender im Kindergarten schnell zum Organisationstetris wird
Besondere Kleingruppenaktionen im Adventskalender sind eine schöne Idee. Die Kinder freuen sich darauf, mit ein paar Freunden Plätzchen zu backen, etwas Besonderes zu basteln oder im Nebenraum ausgiebig mit der Carrera-Bahn zu spielen.
Damit das funktioniert, muss im Hintergrund allerdings einiges zusammenpassen.
Denn meistens gibt es mehr Kinder als verfügbare Kita-Tage im Advent. Wochenenden fallen weg, vielleicht schließt die Einrichtung schon vor Weihnachten – also müssen mehrere Kinder gemeinsam an einem Tag an der Reihe sein.
Und damit beginnt das Puzzeln: Welche Kinder passen gut zusammen? Wer würde sich über welche Aktion freuen? Wann ist der Nebenraum frei? Wer kann die Kleingruppe begleiten? Welches Material wird gebraucht? Und wie verteile ich alles so, dass am Ende jedes Kind einmal an der Reihe war?
Hat man den Plan endlich fertig, kommt der ganz normale Kita-Alltag dazwischen.
Ein Kind ist krank. Eine Kollegin fällt aus. Die Gruppe läuft im Notfallmodus. Der Nebenraum wird doch anderweitig gebraucht. Und plötzlich muss die für diesen Tag geplante Aktion verschoben werden.
Ich kenne sogar die Situation, dass ein krankes Kind seine Adventskalender-Aktion auf keinen Fall verpassen wollte. Für Eltern entsteht dann ein echtes Dilemma: Das Kind ist todtraurig, weil ausgerechnet heute „sein“ besonderer Tag wäre – gleichzeitig gehört ein krankes Kind natürlich nach Hause und nicht zum Plätzchenbacken in die Kita.
Spätestens dann merkt man: An einem kleinen Adventskalender-Türchen hängt ganz schön viel Organisation.
Dabei soll der Adventskalender doch eigentlich Vorfreude schaffen und den Dezember für die Kinder zu etwas Besonderem machen. Die Frage ist also: Geht das nicht auch einfacher – und vor allem gemeinsam?
Ein Adventskalender für die ganze Gruppe statt für einzelne Kinder
Was wäre, wenn wir den Adventskalender einmal anders denken?
Statt jeden Tag bestimmte Kinder auszuwählen, die an einer besonderen Aktion teilnehmen dürfen, wartet hinter dem Türchen eine gemeinsame Aktion für die ganze Gruppe. Niemand muss auf „seinen“ Tag warten und es muss vorher nicht festgelegt werden, welches Kind wann mit wem an der Reihe ist.
Das macht den Adventskalender viel flexibler. Fehlt ein Kind, verpasst es nicht ausgerechnet seine persönliche Adventsaktion. Fällt eine Kollegin aus oder läuft der Tag anders als geplant, muss nicht gleich der ganze Adventskalender umorganisiert werden.
Und vor allem steht jetzt die Gemeinsamkeit im Mittelpunkt. Es ist nicht ein Kind oder eine bestimmte Kindergruppe dran, sondern alle. Nicht nur das Türchen wird gemeinsam geöffnet – auch das, was sich dahinter verbirgt, erlebt die ganze Gruppe zusammen.
Und was lässt sich einfach mit einer ganzen Gruppe umsetzen? Zum Beispiel eine kleine Bewegungs- oder Tanzaktion.
Die Kinder können gemeinsam in eine winterliche Bewegungswelt eintauchen, sich zur Musik bewegen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Du brauchst dafür kein Bastelmaterial und die Kids müssen nicht warten, bis sie endlich an der Reihe sind.
So wird aus dem Adventskalender nicht noch ein zusätzlicher Programmpunkt, der für einzelne Kinder organisiert werden muss, sondern ein gemeinsames Erlebnis im Kita-Alltag.
Warum Bewegung und Tanz so gut in den Advent passen
Wir haben oft den Anspruch, dass die Adventszeit besinnlich sein muss. Es wird gebastelt, vorgelesen, gesungen, einer Weihnachtsgeschichte gelauscht oder gemeinsam gemütlich am Adventskranz gesessen.
Für Kinder bedeutet Advent aber nicht automatisch, dass sie plötzlich weniger Bewegungsdrang haben. Und Bewegung bedeutet auch nicht, dass es gleich laut und chaotisch werden muss. Im Gegenteil: Haben Kinder zu wenig Möglichkeiten, ihren Bewegungsdrang auszuleben, staut sich die Energie irgendwann auf – und genau das merkt man dann in einer unruhigen und lauten Kindergruppe.
In der kalten Jahreszeit verbringen Kinder häufig mehr Zeit drinnen und haben weniger Möglichkeiten, sich draußen ausgiebig zu bewegen. Gleichzeitig steigt die Aufregung, je näher Weihnachten rückt.
Warum also nicht hinter einem Adventskalendertürchen genau das aufgreifen, was die Kinder gerade brauchen: Bewegung.
Statt zusätzlich eine ruhige Kleingruppenaktion anzubieten, kann sich hinter dem Türchen eine gemeinsame Bewegungsaktion passend zu Winter, Weihnachten oder Advent verstecken. So wird die Adventszeit zu einem ganz besonderen bewegten Erlebnis.
Wenn dich genauer interessiert, weshalb Bewegung gerade in der Adventszeit so wichtig ist und wie sie für mehr Ausgleich im turbulenten Kita-Alltag sorgen kann, dann lies auch meinen Artikel „Bewegung statt Stress – Ein Tanz-Adventskalender für den Kindergarten“.
Warum gerade Tanzen so gut in den Adventskalender passt
Wenn ich von Tanzen spreche, meine ich nicht, dass du mit den Kindern feste Tanzschritte oder eine Choreografie einstudieren musst. Es geht auch nicht darum, dass alle Kinder die gleichen Bewegungen möglichst genau nachmachen.
Beim kreativen Kindertanz steht die Bewegung zur Musik im Mittelpunkt. Du brauchst eine Bewegungsidee, eine kleine Geschichte und die passende Musik – und schon kann die ganze Gruppe lostanzen.
Die Kinder tauchen in eine Fantasiewelt ein, schlüpfen in unterschiedliche Rollen und entdecken dabei verschiedene Bewegungsmöglichkeiten. So werden zum Beispiel alle zu Schneeflocken, die durch die Luft wirbeln, zu Rentieren, die auf ihrem Weg durch den Schnee allerhand erleben, oder zu einem Schneemann, der erst gebaut wird und später in der Wintersonne langsam schmilzt.
Die passende Musik unterstützt die Atmosphäre der Bewegungsreise und beeinflusst gleichzeitig die Stimmung in der Gruppe positiv.
Und genau hier kommt alles zusammen, was diese Alternative zum klassischen Adventskalender ausmacht: Alle Kinder sind gleichzeitig dran, ihr Bewegungsdrang wird aufgegriffen und die Themen Winter, Weihnachten und Advent werden nicht nur durch Basteln, Backen oder Bilderbücher aufgegriffen, sondern durch Bewegung erlebbar gemacht.
So wird durch den kreativen Kindertanz der Adventskalender zu einer schönen Gemeinschaftsaktion, bei der Bewegung, Fantasie und Miteinander zusammenkommen.
Fazit: Tanzen statt Adventskalender-Tetris
Ein Adventskalender im Kindergarten muss nicht bedeuten, Kinder auf einzelne Tage zu verteilen, Kleingruppen zusammenzustellen und bei Krankheit oder Personalausfall wieder alles umzuplanen.
Es geht auch anders: Der Adventskalender kann zu einem Erlebnis für die ganze Gruppe werden.
Mit kreativem Kindertanz wird aus dem Adventskalender eine gemeinsame Aktion, die Bewegung, Fantasie und Miteinander in die Adventszeit bringt.
Du willst auch mit deiner Gruppe durch den Advent tanzen?
Du willst raus aus dem Adventskalender-Tetris und stattdessen gemeinsam mit deiner Gruppe durch den Advent tanzen – aber nicht erst selbst Tanzideen entwickeln, kleine Geschichten ausarbeiten und für jeden Kita-Tag die passende Musik zusammensuchen?
Dann habe ich etwas für dich: meinen Tanz-Adventskalender für den Kindergarten.
Als Erzieherin und Tanzpädagogin habe ich schon mit unterschiedlichen Kindergartengruppen kreative Tanzideen ausprobiert und weiß, welche Geschichten, Bewegungsimpulse und Musikstücke gut zusammenpassen, in der Praxis funktionieren und die Kinder begeistern.
Genau diese Erfahrung und viele meiner erprobten Tänze, Tanzspiele und Tanzideen rund um Winter, Weihnachten und Advent stecken in meinem Tanz-Adventskalender.
Du bekommst für jeden Kita-Tag eine fertig vorbereitete Tanzidee mit passendem Musikstück – zum direkten Loslegen mit deiner Kita-Gruppe.
Der Tanz-Adventskalender wird gerade für die nächste Adventszeit vorbereitet. Wenn du nicht verpassen willst, wann es wieder losgeht, trag dich hier auf die Adventsliste ein. Dann bekommst du direkt von mir per Mail Bescheid, sobald du dir den Tanz-Adventskalender wieder sichern kannst.
Auf in eine fröhliche Adventszeit!



